WISTA

Entwicklung eines gemeinsamen Wirtschaftsstandortes
mit den Nachbargemeinden Gralla und Wagna

Die Stadt Leibnitz ist Lebensraum von 13.000 EinwohnerInnen und zugleich Wirtschaftsraum und Arbeitsplatz. Die Verkehrsinfrastruktur in Leibnitz ist entlang der Verkehrsachse Graz – Marburg gut ausgebaut, Anschlüsse an das hochrangige Verkehrsnetz bestehen sowohl im Schienenverkehr – über die Südbahnstrecke – als auch im Straßennetz – über die Pyhrnautobahn A9, die entlang der Mur von Graz kommend Richtung Marburg verläuft. Leibnitz ist dadurch eng an den Zentralraum Graz und nach Slowenien angebunden.

Gerade in einer prosperierenden Region ist es wichtig, mit den vorhandenen Bodenressourcen so sorgsam wie möglich umzugehen. Kirchturmdenken darf ebenso wenig im Vordergrund stehen, wie Spekulationsgeschäfte oder schneller Profit. Vielmehr geht es darum, vernünftig und vorausschauend zu denken, um zusammenhängende Flächen oder sogar ganze Gebiete zum Wohle der Gesellschaft nachhaltig entwickeln zu können. Nur durch eine interkommunale, verantwortungsbewusste Raumplanung und eine aktive Bodenpolitik ist eine entsprechende Steuerung dieser kostbaren Ressourcen möglich.

Eine tragende Rolle und auch eine gesellschaftliche Verantwortung kommt dabei den Gemeinden zu. Das Bestreben muss es sein, die notwendigen Ressourcen zu sichern, um die Zukunft entsprechend gestalten und aus eigener Hand steuern zu können. Mit einem zukunftsweisenden Projekt zeigen die Gemeinden Leibnitz, Wagna und Gralla einen nachhaltigen Weg auf, wie eine Zusammenarbeit, die für alle drei Kommunen gleichermaßen fair und profitabel ist (Stichwort: Interkommunaler Finanzausgleich), funktioniert. Im Jänner 2019 wurde die gemeinsame Öffentlich-Rechtliche Vereinbarung für die Zusammenarbeit von allen drei Gemeinden unterzeichnet.

Im Jahr 2019 wird ein Betriebstypenportfolio für den gemeinsamen Wirtschaftsstandort erstellt. Dabei werden die Gemeinden vom Institut für Standort-, Regional- und Kommunalentwicklung fachlich begleitet.

Ein hohes Augenmerk liegt auf arbeitsplatzschaffende Betriebe und einer hohen Affinität zu ökologischer und sozialer, nachhaltiger Standortentwicklung. Das heißt sowohl im Ressourceneinsatz, im Flächenverbrauch, in der Mobilität, etc. ist eine kooperative und vorausschauende Planung aller Beteiligten notwendig. Ziel ist es, für die Menschen in der Region, Arbeitsplätze vor Ort zu schaffen. Dies schafft einen Mehrwert im Sinne der Lebensqualität, weil Menschen nicht mehr auspendeln müssen, kürze Arbeitswege haben und vor allem auch jungen Menschen eine Perspektive vor Ort schafft und sie Ihr erworbenes Wissen in der Region einsetzen können. Auch eine starke Zusammenarbeit von Wirtschaft und Ausbildung wird angestrebt.

Die Smart City Überlegungen der Stadt Leibnitz (intelligente Lösungen für Mobilität, Energieversorgung, Ressourceneinsatz, etc.) sollen sich am interkommunalen Wirtschaftsstandort Süd wiederfinden.


Dieses Projekt wird aus Mitteln der Europäischen Union für regionale Entwicklung und des Steiermärkischen Landes-und Regionalentwicklungsgesetz 2018 (StLREG) gefördert.