Gemeinsam stark für Kinder_Tag der gewaltfreien Erziehung

Gemeinsam stark für Kinder_Tag der gewaltfreien Erziehung

Kinder sind unschlagbar!

30. April – Tag der gewaltfreien Erziehung

 

Als viertes Land weltweit (nach Schweden, Finnland und Norwegen) hat Österreich 1989 das Gewaltverbot in der Erziehung gesetzlich verankert. Mit als „Wegbereiter“ hierfür wird der österreichische Kinderarzt Univ.-Prof. Dr. Hans Czermak angesehen, der sich zeitlebens für eine humane und gewaltfreie Erziehung einsetzte. Mit seiner Studie „über die alltägliche Gewalt im Umgang mit Kindern“ und mit der Veröffentlichung der Ergebnisse unter dem Titel „Die gesunde Ohrfeige macht krank!“hat Czermak für eine kontroverse Diskussion über Jahre hinweg gesorgt. Bedenken wir, dass einige den Ausdruck „g’sunde Watsch’n“ noch kennen, so scheint der Titel auch aus rückblickender Sicht äußert gut gewählt.

Aber das Jahr 1989 bot noch viel mehr für den Schutz aller Kinder – denn im November wurde in der Vollversammlung der Vereinten Nationen, das Übereinkommen über die Rechte des Kindes (UN-Kinderrechtskonvention) verabschiedet. Da konnte Österreich bereits dem Postulat der Kinderrechtskonvention nach Schutz von Kindern vor jeder Form körperlicher, seelischer oder geistiger Gewaltanwendung, folgen.

Im Jahr 2011 hat der österreichische Nationalrat beschlossen, einen Teil dieser Kinderrechte in die Bundesverfassung aufzunehmen. Damit hat beispielsweise nun das Recht auf gewaltfreie Erziehung Verfassungsrang erlangt. So steht unter Artikel 5, im Bundesverfassungsgesetz über die Rechte des Kindes: „Jedes Kind hat das Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, die Zufügung seelischen Leides, sexueller Missbrauch und andere Misshandlungen sind verboten. (…)“

Mit diesen ausgewählten Meilensteinen, wurde schon einiges erreicht und das gesellschaftliche Bewusstsein ändert(e) sich im Laufe der Zeit. Dennoch ist der Weg in eine gewaltfreie Erziehungsgesellschaft noch lange.

Insbesondere auch unter der aktuellen Krise, kann Erziehung für viele Familien eine große Herausforderung darstellen, denn die Corona-Pandemie mit all ihren Tücken, lässt uns schneller an unsere Belastungsgrenzen gelangen. Aber es gibt bestimmt eine Lösung für das Problem und guter Rat muss auch nicht immer teuer sein.  (Hier geht es zur Ideenplattform für ein glückliches Familienleben in der Ausnahmesituation)

Die gesamte Gesellschaft trägt die Verantwortung für das gewaltfreie Aufwachsen von Kindern – denn wie ein afrikanisches Sprichwort besagt „es braucht ein ganzes Dorf um ein Kind großzuziehen“ und wir rücken nochmals ins Bewusstsein: „gewaltfrei großzuziehen“.

Beratung und Information zum Thema Kinderschutz in Leibnitz:

Kinderschutzzentrum Leibnitz (KITZ)  | Psychosoziale Beratungsstelle für Kinder und Jugendliche
Leibnitz | Dechant-Thallerstr. 39/1 | 8430 Leibnitz

Telefon: 03452 / 85 7 00
Fax: 03452 / 85 7 00-849
Mail: KITZ@gfsg.at
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Die Initiative Gemeinsam stark für Kinder wird vom Land Steiermark, Fachabteilung 6, unterstützt.