Gemeinsam stark für Kinder: Alte Spieleklassiker für Zuhause

Gemeinsam stark für Kinder: Alte Spieleklassiker für Zuhause

Schon der deutsche Reformpädagoge Friedrich Fröbel (1782-1852) sagte „Die Quelle des Guten liegt im Spiel“.

Warum ist das Spiel für Kinder wichtig?

Über das Spiel eignen sich Kinder die Welt an. Es fördert die kognitive Entwicklung, emotionale und soziale Kompetenzen, motorische Fertigkeiten und die Kreativität. Kinder lernen ihre eigenen, aber auch die Grenzen der Mitspielenden kennen, erfahren Herausforderungen und können über sich hinauswachsen. Spiele gehören somit zur menschlichen Entwicklung und haben eine lange, vielfältige Tradition. Auch in der UN-Kinderrechtskonvention (Artikel 31 / 1) ist das Spiel als Recht von Kindern verankert. hier zu den Kinderrechten

Seit 1999 (von der International Toy Library Association ins Leben gerufen) findet am 28. Mai der Weltspieltag statt, um auf das Recht des freien Spiels aufmerksam zu machen.

„Spieleklassiker“ mit wenig Aufwand, für Zuhause (Indoor) 🙂


Schiffe versenken

Anzahl der Spieler*innen

  • 2 Personen

Materialien

  • pro Person ein kariertes Blatt Papier, ein Stift und z.B. ein Karton als Sichtschutz

Spielbeschreibung

Beide Spieler*innen malen zwei 10×10 Kästchen große Tabellen, die an den Seiten mit Buchstaben (von A bis J) und an den oberen Rändern mit Zahlen (von 1-10) beschriftet werden. Diese stellen das eigene und das gegnerische Meer dar. Nun können in das eigene Meer kreuz und quer die Schiffe eingezeichnet werden. Dies sind: vier Schiffe, die ein Kästchen groß sind; vier Schiffe, die zwei Kästchen groß sind; zwei Schiffe, die drei Kästchen groß sind und zwei Schiffe, die vier Kästchen groß sind. Die Schiffe dürfen sich dabei aber nicht berühren. Wenn beide die eigenen Schiffe eingetragen haben, kann abwechselnd nachgefragt werden, ob z.B. im Kästchen 3A ein Schiff des Anderen liegt. Dies muss ehrlich beantwortet werden ;). Wenn etwas getroffen wurde, darf gleich weitergeraten werden. Wenn das ganze Schiff getroffen wurde, muss dies mit „versenkt“ kommentiert werden. Gewonnen hat derjenige/diejenige, welche(r) als erstes alle gegnerischen Schiffe versenkt hat.


 Schere, Stein, Papier

Anzahl der Spieler*innen

  • 2 Personen

Materialien

  • keine

Spielbeschreibung

Die Hände werden hinter dem Rücken versteckt und dabei wird laut „Schere, Stein, Papier“ aufgesagt. Nach dem Vers strecken beide Spieler*innen schnell eine Hand nach vorn und deuten dabei entweder „Schere, oder Stein, oder Papier“ an. Die Schere wird durch die ausgestreckten Zeige- und Mittelfinger dargestellt, der Stein durch eine Faust gebildet und die flache Hand stellt das Papier dar.

  • Stein und Papier: ergibt sich diese Kombination, dann umwickelt das Papier den Stein, das Papier gewinnt das „Duell“
  • Schere und Stein: der Stein beschädigt die Schere, der Stein gewinnt das „Duell“
  • Schere und Papier: die Schere zerschneidet das Papier, die Schere gewinnt das „Duell“
  • zeigen beide Spielpartner*innen dasselbe, wird das ganze wiederholt
    • es gibt verschiedene Erweiterungen zum Spiel: z.B. den „Brunnen“ – dieser wird mit Daumen und Zeigefinger zu einem Kreis gebildet, die restlichen Finger reihen sich unter den Zeigefinger. Das Papier kann den Brunnen abdecken, Schere und Stein fallen hinein.

Wortketten

Anzahl der Spieler*innen

  • ab 2 Personen

Materialien

  • keine

Spielbeschreibung

Der erste Spieler/die erste Spielerin nennt ein, aus zwei Worten zusammengesetztes, Hauptwort. Der oder die Nächste, bildet aus dem letzten Wortbestandteil dieses Wortes ein anderes zusammengesetztes Hauptwort.

z.B. Autoschlüssel-Schlüsselbund-Bundesland- usw.

Dies kann abgewandelt, auch nur mit dem letzten Buchstaben eines Wortes gespielt werden – z.B. Brot-Traube-Elefant-Tanne usw.


Ich packe meinen Koffer

Anzahl der Spieler*innen

  • ab drei Personen

Materialien

  • keine

Spielbeschreibung

Das Spiel beginnt, indem jemand sagt „Ich packe meinen Koffer und nehme… z.B. einen Teddybär mit“. Der/die nächste wiederholt dies und fügt einen weiteren Gegenstand hinzu: „Ich packe meinen Koffer und nehme einen Teddybär und eine Decke mit.“ So wird das reihum gespielt und jeweils der nächste muss die Gegenstände der anderen in der richtigen Reihenfolge aufsagen und einen eigenen hinzufügen. Wer die Gegenstände nicht mehr alle aufzählen kann, scheidet aus. Gewonnen hat der/diejenige, der/die als letztes übrig bleibt.


Stadt-Land-Fluss

Anzahl der Spieler*innen

  • ab 2 Personen

Materialien

  • Stift und Papier

Spielbeschreibung

Als erstes wird geklärt, mit welchen Kategorien gespielt wird. z.B. Stadt, Land, Fluss, Beruf, Tier, Name, Pflanze etc. Dann werden alle Kategorien oben auf den eigenen Zettel geschrieben. Anschließend wird der Buchstabe bestimmt, mit dem alle Kategorien befüllt werden müssen. Der Buchstabe wird gewählt, indem ein/e Spieler*in in Gedanken das Alphabet durchgeht und ein/e andere(r) Stopp ruft. Mit diesem Buchstaben muss nun bei jeder Kategorie ein Begriff gefunden und aufgeschrieben werden. Wer als erstes fertig ist, sagt es laut und alle anderen müssen aufhören zu schreiben. Jetzt werden die Begriffe der einzelnen Kategorien laut vorgelesen. Wenn mehrere das gleiche Wort notiert haben, bekommen diese nur fünf Punkte für diesen Begriff. Hat man einen Begriff, den niemand hat, so zählt dieser 10 Punkte. Wenn jemand als einziger/e bei einer Kategorie einen Begriff stehen hat, so erhält der/diejenige 20 Punkte.


Ich seh etwas, was du nicht siehst

Anzahl der Spieler*innen

  • ab zwei Personen

Materialien

  • keine

Spielbeschreibung

Man sucht sich in der Umgebung etwas aus, das eine bestimmte Farbe hat. Dann sagt der/die erste Spieler*in „Ich seh etwas, was du nicht siehst und das ist/hat die Farbe (blau, grün, gelb etc.)“ . Nun müssen alle anderen raten, welcher Gegenstand damit gemeint sein könnte. Wer den Gegenstand errät, darf die nächste Fragerunde beginnen.


Tic, Tac, Toe

Anzahl der Spieler*innen

  • zwei Personen

Materialien

  • Stift und Papier

Spielbeschreibung

Auf ein Blatt Papier wird ein quadratisches, 3×3 Felder großes Spielfeld gezeichnet. Dann kann ein(e) Spieler*in damit anfangen, in ein beliebiges Kästchen ein Zeichen einzusetzen (O oder X). Der/die andere setzt nun in ein anderes Kästchen, das andere Zeichen. Gewonnen hat, wer als erstes drei eigene Zeichen in einer Zeile, einer Spalte oder Diagonale setzen kann. Es kann aber auch unentschieden ausgehen, wenn keiner der Spielenden drei gleiche Zeichen nebeneinander hat.


Hangman

Anzahl der Spieler*innen

  • ab 2 Personen

Materialien

  • Stift und Papier

Spielbeschreibung

Ein(e) Spieler*in überlegt sich ein schwieriges Wort. Für jeden Buchstaben des Wortes wird nun auf das Papier ein Strich gezeichnet, sodass die einzelnen Striche nebeneinander das Wort darstellen. Dann können die anderen anfangen, einen Buchstaben, der im Wort vorkommen könnte, zu raten. Wenn jemand richtig liegt, wird der Buchstabe an der richtigen Stelle der Striche eingezeichnet. Wenn jemand allerdings falsch liegt und der Buchstabe nicht im Wort vorkommt, wird angefangen, einen Galgen zu malen. Bei jedem falschen Buchstaben darf ein Strich beim Galgen gezeichnet werden. Ist das Wort noch nicht erraten, bevor der Galgen fertig ist, hat die ratende Gruppe verloren. Wer das Wort davor errät, darf das nächste Wort aussuchen.


Wer bin ich?

Anzahl der Spieler*innen

  • ab 2 Personen

Materialien

  • Stift und Post it

Spielbeschreibung

Jede(e) Spieler*in schreibt auf das Post it einen bekannten Namen oder ein Tier und klebt es einem Mitspielenden auf die Stirn (dieser darf natürlich nicht sehen, was auf dem Post it steht!). Durch geschicktes Fragen, muss noch der Name oder das Tier erraten werden. Dabei dürfen die anderen Mitspielenden die Fragen nur mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten. Lautet die Antwort „Nein“, ist der/ die Nächste an der Reihe.


Missverständnis

Anzahl der Spieler*innen

  • ab 2 Personen

Materialien

  • Stift und Papier

Spielbeschreibung

Zwei Personen sitzen mit dem Rücken aneinander gelehnt. Eine Person (A) erhält ein Objekt/ oder sucht sich dieses vorab aus und muss es der anderen Person (B) beschreiben (ohne zu verraten, was das Objekt ist/wie es heißt). Person B muss es auf Grundlage der Beschreibung von Person A zeichnen. Bei mehr als 2 Personen können Teams gebildet und gegeneinander gespielt werden.


Feuer, Wasser, Sturm & Eis 

Anzahl der Spieler*innen

  • ab 2 Personen (zumindest ein(e) Spieler*in und eine(n) Spielleiter*in)

Materialien

  • Etwas worauf das Kind/ die Spielenden klettern kann/können  (z.B. eine Bank, eine Matte, ein Tisch, eine Couch etc.)

Spielbeschreibung

Vor Spielbeginn müssen die einzelnen Aufgaben erklärt und die dafür vorgesehenen Bereiche bestimmt oder vereinbart werden (z.B. Wohin bei Feuer?). Alle Spieler*innen laufen durch den Raum (Garten oder über die Wiese.)

Ruft der Spielleiter/die Spielleiterin:

  • STURM, legen sich alle Spieler*innen flach auf den Boden – so kann ihnen der Sturm nichts anhaben 🙂
  • WASSER, müssen sich alle auf eine Hochebene begeben z.B. auf eine Bank klettern – so kann sie das Wasser nicht erreichen
  • FEUER, laufen alle in eine zuvor vereinbarte Ecke oder einen anderen Raum – um sich vor dem Feuer zu retten
  • EIS, bleiben alle vom Eis erstarrt wie Statuen stehen.